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Wertschätzung

08 Februar 2017

Nun sag, wie hast du’s mit der Wertschätzung?

„Danke!“, „Gut gemacht!“, „Gefällt mir!“ – Wann haben Sie Ihre Mitarbeiter das letzte Mal gelobt? Die Frage nach der Wertschätzung ist die Gretchenfrage, wenn es um Mitarbeiter- und Teamführung geht. Gemäß Psychologin und Job-Coach Christiane-Maria Drühe ist für viele Menschen fehlende Anerkennung einer der Hauptgründe für Unzufriedenheit und Frustration bei der Arbeit.

Einmal abgesehen davon, dass das Selbstwertgefühl leidet, wenn positive Rückmeldungen oder Lob ausbleiben, wirkt sich fehlende Wertschätzung negativ auf die Produktivität eines Unternehmens aus. Denn wer keine Anerkennung erhält, verliert seine emotionale Bindung zur Arbeit und wird antriebslos. An die Stelle der Motivation tritt Gleichgültigkeit. Die Folge sind Nachlässigkeit und mangelndes Engagement, und das wiederum führt zu schlechterer Leistung und verminderter Produktivität. Es ist also durchaus lohnenswert, über die eigene Haltung zum Thema Wertschätzung nachzudenken.

Wertschätzung ist auch eine Kulturfrage – eine positive Unternehmens- bzw. Teamkultur geht oft mit einer wertschätzenden Feedbackkultur einher –, aber vor allem eine Frage der Persönlichkeit: Fachkenntnis, Erfahrung, Durchsetzungskraft und die richtigen Ideen machen noch keine Führungskraft. Es braucht auch – um nicht zu sagen vor allem – Sozialkompetenz.

Wertschätzung funktioniert nur mit persönlichem Einsatz!

Das meint Linda Becker, geschäftsführende Gesellschafterin und Partnerin bei der LAB Company, im Interview mit der ZEIT. Dabei müssen Sie nicht gleich einen auf „best friends“ machen. Man kann auch mit professioneller Distanz jemandem Wertschätzung entgegenbringen.

Ein Bewusstsein für das Problem und ein ehrliches Interesse daran, das zu ändern, sind der erste Schritt in die richtige Richtung. Doch es kommt auch auf die Form der Anerkennung an, weiß Psychologin Beate Schulze.

Eine ritualisierte Kommunikation, also etwa eine überschwängliche Rede auf der Weihnachtsfeier, bringt nicht viel, wenn es vorher im Alltag an konkreten Rückmeldungen gefehlt hat, die zeitnah das individuelle Engagement würdigen.

Grundsätzlich gilt die altbekannte, aber deshalb nicht weniger wahre Formel: Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.

Eine wertschätzende Unternehmenskultur ist keine Einbahnstraße, denn sie wirkt auf beide Seiten: Wer gelobt wird, wird auch selber loben. Damit ist eine wertschätzende Unternehmenskultur ein Gewinn für alle.

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